VU-Fraktion will Mehrzweckspeicher für Malbun prüfen
Im Zentrum steht die Frage, ob ein multifunktionaler Mehrzweckspeicher oder eine andere Speicherlösung für Malbun technisch, ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll wäre. Die Regierung soll dabei verschiedene Standorte, Speichervolumen, Wasserzuführungen und technische Varianten untersuchen. Gleichzeitig sollen die Auswirkungen auf Natur, Landschaft, Gewässer, Alpbewirtschaftung und Energieverbrauch berücksichtigt werden.
Hintergrund sind die aktuellen Verbrauchszahlen: In der Schneesaison 2024/2025 wurden für die Beschneiung in Malbun insgesamt 80’415 Kubikmeter Wasser benötigt. 42’575 Kubikmeter davon stammten aus dem Trinkwasserreservoir Schneeflucht. Damit wurde mehr als die Hälfte des Beschneiungswassers aus der Trinkwasserversorgung bezogen.
«Wasser ist eine wertvolle Ressource. Deshalb wollen wir wissen, ob wir Wasser dann speichern können, wenn genügend davon vorhanden ist, und es gezielt für jene Zeiten verfügbar machen können, in denen es für die Beschneiung benötigt wird», erklären die Postulanten.
Neben der Sicherung und Optimierung der heute beschneiten Pistenflächen soll auch untersucht werden, welche Voraussetzungen eine mögliche Weiterentwicklung der Beschneiung auf zusätzliche Pistenflächen mit sich bringen würde. Dabei soll unter anderem auch die Sareiser Seite als Variante geprüft und hinsichtlich Wasser- und Energiebedarf, Kosten, Infrastruktur, Bewilligungsfähigkeit und Umweltauswirkungen beurteilt werden.
Ein möglicher Speicher soll zudem nicht nur für die Beschneiung betrachtet werden. Das Postulat verlangt auch die Prüfung weiterer Nutzungen, beispielsweise für die Alpbewirtschaftung, die Wasserversorgung von Vieh und Alpen, als Löschwasserreserve oder als landschaftsverträglicher Erholungs- und Naturraum.
Für die VU-Fraktion geht es ausdrücklich um eine ergebnisoffene Prüfung. Ziel ist eine fundierte Entscheidungsgrundlage, anhand derer der Landtag beurteilen kann, ob und in welcher Form weitere Schritte für eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung und die Weiterentwicklung des Naherholungsgebiets Malbun sinnvoll sind.