«Verständnis beginnt mit der Bereitschaft zuzuhören»
Herr Wolfinger, wo ist Ihr Lieblingsplatz in der Gemeinde?
Fabian Wolfinger: Ich habe mehrere Lieblingsplätze in Triesen. Besonders gerne bin ich bei uns zu Hause auf der Säga, im Naherholungsgebiet «Bofel» sowie auf der Sport- und Freizeitanlage Blumenau. An diesen Orten verbringe ich gerne meine Zeit, weil ich mich dort besonders wohlfühle.
Was würden Sie gerne können?
Ich wäre gerne handwerklich begabter und ein guter Heimwerker. Es würde mir Freude machen, Projekte zu Hause oder in der Wohnung selbst umzusetzen und etwas für meine Kinder zu bauen.
Gibt es etwas das Ihnen lange peinlich war?
Ich habe sicher schon den einen oder anderen unbeholfenen Moment erlebt, wie jeder Mensch. Aber nichts, was mir heute noch peinlich wäre. Vielleicht ist das auch eine gute Übung für die Politik: Man lernt, mit kleinen Patzern umzugehen und den Blick nach vorne zu richten.
Was machen Sie bei Kritik und Gegenwind?
Ich nehme Kritik ernst, höre zu und suche den sachlichen Dialog. Gegenwind gehört zu einer verantwortungsvollen Aufgabe dazu. Wichtig ist mir, respektvoll zu bleiben, gute Argumente aufzunehmen und Entscheidungen transparent zu erklären. Am Ende zählt für mich, gemeinsam die beste Lösung zu finden.
Bei welcher Musik drehen Sie laut auf?
Bei gutem Deutschrap und R&B – Musik mit Rhythmus, starken Texten und viel Gefühl. Sie hat Energie, erzählt Geschichten und bringt mich sofort in die richtige Stimmung.
Angenommen Sie gewinnen die Wahl als Gemeindevorsteher: Was ist Ihre erste Amtshandlung?
Meine erste Amtshandlung wäre, alle Abteilungen der Gemeindeverwaltung zu besuchen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter persönlich kennenzulernen. Gute Zusammenarbeit beginnt mit gegenseitigem Vertrauen und einem offenen Austausch.
Welchen persönlichen Gegenstand werden Sie in Ihr neues Büro mitnehmen?
Ich würde ein Foto meiner Familie mit in mein neues Büro nehmen.
Gibt es etwas das Sie der Regierung in Vaduz schon lange sagen möchten?
Ich habe keine offene Botschaft, die ich schon lange mit mir trage. Die demokratischen und politischen Wege der Zusammenarbeit stehen allen offen, auch den Gemeinden. Entscheidend ist, dass Regierung und Gemeinden den Dialog aktiv pflegen und gemeinsam Verantwortung für unser Land übernehmen.Ich anerkenne den grossen Einsatz der Regierung, Liechtenstein weiterzuentwickeln und zukunftsfähig zu gestalten. Uns verbindet das gemeinsame Ziel, die erfolgreiche Zukunft unseres Landes im Interesse der Bevölkerung zu sichern.
Denken Sie, dass Sie die jungen Menschen und ihre Bedürfnisse verstehen und gilt das auch für ältere Menschen?
Ich glaube, dass Verständnis nicht vom Alter abhängt, sondern davon, ob man bereit ist zuzuhören. Junge Menschen bringen oft neue Ideen, Kreativität und andere Sichtweisen mit, während ältere Menschen wertvolle Erfahrungen und Wissen weitergeben können. Mir ist wichtig, Menschen jeden Alters offen zu begegnen, ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen und ihre Perspektiven zu verstehen. Durch den Austausch miteinander kann man voneinander lernen und ein besseres Verständnis füreinander entwickeln.
Was bedeutet Teamarbeit für Sie?
Gute Teamarbeit bedeutet, respektvoll zusammenzuarbeiten, offen zu kommunizieren, sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam ein Ziel zu erreichen.
Früher oder später kommt die Pension: Auf welches Hobby freuen Sie sich dann am meisten?
Die Pension liegt für mich noch etwas in der Zukunft, daher ist es schwierig vorherzusagen, welchen Hobbys ich dann nachgehen werde. Sobald unsere Kinder selbstständig sind, freue ich mich darauf, diese neue Lebensphase bewusst zu gestalten, neue Erfahrungen zu sammeln und die gemeinsame Zeit mit meiner Frau noch intensiver zu geniessen.
Wenn Sie auswandern würden, wohin ginge die Reise?
Ich möchte nicht auswandern. Liechtenstein ist meine Heimat, verbunden durch meine Wurzeln, meine Familie und mein Umfeld.
Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Wenn ich drei Wünsche frei hätte, würde ich mir von Herzen Gesundheit für meine Familie, meine Liebsten und alle Menschen wünschen. Mein zweiter Wunsch wäre Frieden auf der Welt. Mein ganz persönlicher Herzenswunsch wäre ein kleines eigenes «Höttle» in den Liechtensteiner Bergen.
Welche Persönlichkeit würden Sie gerne kennenlernen?
Ich würde gerne Mats Hummels kennenlernen. Mich beeindruckt nicht nur seine beeindruckende Karriere im Fussball, sondern auch seine Rolle als öffentliche Persönlichkeit. Menschen mit Ausstrahlung und Reichweite können gesellschaftliche Impulse setzen.
Was erhoffen Sie sich für Ihre Gemeinde?
Ich wünsche mir, dass zukünftig wieder vermehrt positive und schöne Geschichten über Triesen berichtet werden können. Ebenso wünsche ich mir, dass Triesen weiterhin ein Ort bleibt, an dem sich Familien sowie Menschen aller Generationen wohlfühlen und gute Bedingungen für jede Lebensphase vorfinden.
«Am Ende zählt für mich, gemeinsam die beste Lösung zu finden.»
«Ich wünsche mir, dass künftig vermehrt positive Geschichten über Triesen berichtet werden können.»
(Anna Schade / Rita Feger)