Parteienbühne: Mehr Effizienz, weniger Trinkwasser: Jetzt die richtigen Grundlagen schaffen
Der Landtag hat unser Postulat zur Prüfung eines Mehrzweckspeichers in Malbun mit 20 Stimmen an die Regierung überwiesen. Über dieses klare Ergebnis freuen wir uns sehr und bedanken uns bei allen Fraktionen für die sachliche, konstruktive und wohlwollende Debatte. Die Diskussion hat gezeigt, dass das Anliegen weit über Parteigrenzen hinweg auf Verständnis stösst.
Ausgangspunkt unseres Vorstosses waren die aktuellen Verbrauchszahlen. In der Saison 2024/2025 stammte mehr als die Hälfte des für die Beschneiung eingesetzten Wassers aus der Trinkwasserversorgung. Gleichzeitig besteht Einigkeit darüber, dass Trinkwasser eine wertvolle Ressource ist, mit der sorgfältig umgegangen werden muss. Gerade deshalb ist es richtig, bestehende Lösungen kritisch zu hinterfragen und Optimierungspotenziale aufzuzeigen.
Für uns steht dabei ein Punkt im Vordergrund: Bevor über zusätzliche Speicherkapazitäten diskutiert wird, müssen die bestehenden Beschneiungsanlagen möglichst effizient betrieben werden. Bekannt ist, dass Unebenheiten auf einzelnen Pistenabschnitten dazu führen, dass erhebliche Mengen technischen Schnees benötigt werden, um Vertiefungen aufzufüllen und die Pisten überhaupt präparieren zu können. Entsprechende Geländeanpassungen können den Wasser- und Energieverbrauch reduzieren, Kosten senken und gleichzeitig die Sicherheit verbessern. Hier besteht Handlungsbedarf.
Die Debatte hat aber auch gezeigt, Wasser soll dann gespeichert werden, wenn es ausreichend verfügbar ist, und es dann nutzen, wenn es benötigt wird. Deshalb soll die Regierung nun prüfen, ob und in welcher Form Wasser gespeichert werden kann. Dabei geht es ausdrücklich um eine ergebnisoffene Prüfung. Neben der Beschneiung sollen auch mögliche Zusatznutzen betrachtet werden, etwa als Löschwasserreserve, für die Alpwirtschaft oder zur ökologischen Aufwertung.
Malbun ist unser einziges Wintersport- und Naherholungsgebiet. Es hat eine grosse Bedeutung für den Sport, für Familien, für die Naherholung und für den Tourismus. Für die langfristige Entwicklung Malbuns brauchen wir belastbare Entscheidungsgrundlagen und einen offenen Vergleich der verschiedenen Möglichkeiten.
Nun geht es darum, die offenen Fragen fachlich zu klären. Ziel ist eine Lösung, die Trinkwasser schont, den Winterbetrieb effizienter macht, ökologische Interessen berücksichtigt und Malbun als Naherholungsgebiet langfristig stärkt. Danach kann auf Grundlage von Fakten entschieden werden, ob und in welcher Form eine Speichelösung weiterverfolgt werden soll.
Wir danken allen Abgeordneten für die breite Unterstützung und hoffen auf eine positive und zukunftsgerichtete Prüfung durch die Regierung.
02. Oktober 2026, Roger Schädler und Dagmar Bühler-Nigsch, VU-Landtagsfraktion: