Parteibühne: "Malbun und Steg zum Glück"
Traumhafte Winterlandschaft, zahlreiche sportbegeisterte Skifahrerinnen und Skifahrer – dazu Eisklettern, Eislaufen, Winterwandern oder Langlaufen im Steg: Unser Alpenraum zeigt sich von seiner besten Seite. Das Skigebiet Malbun erfreut sich grosser Beliebtheit. Den Verantwortlichen der Bergbahnen ist es sogar in den Weihnachtsferien gelungen, trotz Schneemangels ansprechende Pistenbedingungen zu schaffen. Und doch ist meine Freude getrübt.
Liechtenstein ist eine erfolgreiche Skination. Malbun und Steg sind unsere einzigen Wintersportgebiete – wertvolle Naherholungsräume und zugleich sportliche Infrastruktur von landesweiter Bedeutung. Zu ihnen müssen wir Sorge tragen, sie aber auch konsequent weiterentwickeln. Der Landtag hat sich im Juni 2022 klar für die Weiterentwicklung unseres Naherholungsgebietes Malbun/Steg ausgesprochen und die Finanzierung beschlossen. Doch der damalige Verpflichtungskredit war bereits eine Kompromisslösung: Ohne Speichersee, ohne Zisterne. Schon damals war absehbar, dass neue Schneekanonen allein nicht genügen, wenn das Wasser fehlt.
Genau hier liegt heute das Kernproblem. Ohne Speichermöglichkeit reicht das Wasser aus dem Malbunbach und dem Guschgerbach nicht aus, um die modernen Anlagen mit voller Leistung zu betreiben. Die Beschneiung dauert viel zu lange – selbst wenn die Temperaturen mitspielen. Gleichzeitig können die Bergbahnen wirtschaftlich kaum bestehen, solange die Turnapiste am Sareis nicht ebenfalls beschneit und befahrbar ist und damit wichtige Frequenz für das Bergrestaurant fehlt. Wir drehen uns im Kreis, weil das klare Bekenntnis fehlt, die nötigen Mittel auch tatsächlich bereitzustellen.
Ebenso besorgniserregend ist, dass das Infrastrukturprojekt Steg kaum vorankommt. Statt in die Umsetzung zu gehen, werden laufend neue Hürden aufgebaut. Wir sprechen immer von kurzen Wegen – und stehen uns selbst im Weg.
Was es jetzt braucht, ist Mut zu klaren Entscheidungen für eine systemrelevante Sportstätte Malbun und Steg. Gute Trainings- und Rennbedingungen bringen nicht nur Einnahmen für die Bergbahnen, sondern auch erfolgreiche Nachwuchssportlerinnen und -sportler. Eine Investition in die Zukunft unseres Landes – und vielleicht auch in die nächsten Olympiamedaillen.
10. Februar 2026, Dagmar Bühler-Nigsch, Landtagsabgeordnete