Lie:zeit Frage des Monats: "Wie beurteilen Sie die Massnahme Turbokreisel?"
Wer regelmäßig zwischen Mauren und Feldkirch pendelt, ist mit den Schwierigkeiten an der Kreuzung in Schaanwald bestens vertraut. Diese Kreuzung stellt seit Langem einen wichtigen Punkt auf der Agenda des Landes Liechtenstein dar. Besonders die Buslinie nach Feldkirch sollte optimale Bedingungen vorfinden, weshalb in der Vergangenheit zahlreiche Ideen und Gedanken zwischen Land und Gemeinde ausgetauscht wurden, um die Situation zu verbessern.
Mit der Eröffnung des Stadttunnels Feldkirch ab 2030 werden die Herausforderungen noch weiter zunehmen. Hochrechnungen zeigen, dass circa 1.500 zusätzliche Fahrzeuge pro Tag erwartet werden, da der Tunnel mehr Autos über den Zoll in den Schaanwald führen wird, was die Kreuzung zusätzlich belastet. Das Amt für Tiefbau und Geoinformation (ATG) hat der Gemeinde verschiedene Lösungsansätze vorgestellt, wobei der sogenannte Turbokreisel besonders überzeugend war. Trotz seiner kompakten Bauweise bietet dieser Kreisel eine erhebliche Entlastung am Verkehrsknotenpunkt Rietstrasse/Vorarlbergerstrasse – sowohl für den öffentlichen als auch für den Individualverkehr – und trägt zu einer Entlastung bei, um den Herausforderungen durch das zukünftige Szenario des Stadttunnels Feldkirch zu begegnen.
Für die Einwohner*innen von Mauren-Schaanwald bedeutet der Turbokreisel zwar nicht die ultimative Lösung für das Verkehrsproblem im Unterland, aber es wird eine spürbare Verbesserung des Verkehrsflusses erwartet. Die Zusammenarbeit mit dem ATG sowie dem Stadtrat Feldkirch und den Projektverantwortlichen des Stadttunnels verläuft sehr wertschätzend, und ein fortlaufender Austausch besteht bereits seit längerer Zeit. Der gesamte Gemeinderat sieht im Turbokreisel eine lösungsorientierte Möglichkeit, um den Verkehrsfluss - sowohl den öffentlichen Verkehr als auch den Individualverkehr - am Knotenpunkt nachhaltig zu verbessern.
Mai 2026, Peter Frick, Gemeindevorsteher von Mauren