«Lasst uns Lösungen für unsere Verkehrsprobleme finden»
Herr Lingg, wo ist Ihr Lieblingsplatz in der Gemeinde?
Christoph Lingg: Mein Lieblingsplatz ist mein Zuhause, wo meine Familie ist.
Was würden Sie gerne können?
In jugendlichen Jahren habe ich im Turnverein gerne am Barren, Reck und an den Ringen geturnt. Wenn ich heute den jungen Turnerinnen und Turnern zusehe, würde ich das auch gerne wieder können.
Gibt es etwas das Ihnen lange peinlich war?
Ja, wenn ich in eine Gesellschaft kam, in der ich mir nach dem Vorstellen viele Namen nicht mehr merken konnte. Heute weiss ich, dass es vielen so geht.
Was machen Sie bei Kritik und Gegenwind?
Kritik oder Gegenwind kann berechtigt sein, aber auch einfach auf einer anderen Sichtweise beruhen. Ich nehme andere Meinungen ernst und versuche in der Diskussion die andere Sichtweise zu verstehen, um für mich Klarheit zu haben, ob ich wieder gleich handeln würde.
Bei welcher Musik, drehen Sie laut auf?
AC/DC, die Toten Hosen, Dire Straits, Bruce Springsteen, aber auch klassische Musik – es kommt ganz auf die Stimmung an.
«Mir ist wichtig, dass die Interessen junger Menschen wahrgenommen werden.»
Angenommen Sie gewinnen die Wahl als Gemeindevorsteher: Was ist Ihre erste Amtshandlung?
Ich werde zuerst einen Rundgang in der Gemeindeverwaltung machen, um die Mitarbeitenden besser kennenzulernen. Anschliessend werde ich mich der Gemeindearbeit widmen.
Welchen persönlichen Gegenstand werden Sie in Ihr neues Büro mitnehmen?
Ein Bild von meiner Familie.
Gibt es etwas das Sie der Regierung in Vaduz schon lange sagen möchten?
Lasst uns innovative und mutige Lösungen für unsere Verkehrsprobleme diskutieren, finden und umsetzen!
Denken Sie, dass Sie die jungen Menschen und ihre Bedürfnisse verstehen?
Wir sprechen daheim mit unseren inzwischen erwachsenen Kindern häufig über gesellschaftliche Themen. Dabei lerne ich viel über die Sichtweise der jüngeren Generation. Mir ist wichtig, dass auch die Interessen der jungen Menschen wahrgenommen werden.
Gilt das auch für ältere Menschen?
Dasselbe gilt bei mir auch für ältere Menschen. Meine Generation ist in der «analogen» Welt aufgewachsen, mit Erfahrungen und Werten, die auch die ältere Generation bestens kennt und die sie geprägt haben. Der gesellschaftliche und technologische Wandel hat vieles sehr schnell verändert. Es ist logisch, dass sich dadurch auch Werte, Ansichten und Erwartungen zu vielen Themen enorm gewandelt haben. Der Wandel ist Teil des Lebens und muss in der Politik berücksichtigt werden. Den Herausforderungen müssen wir uns stellen und für uns das Beste daraus machen.
Was bedeutet Teamarbeit für Sie?
Jeder bringt seine Stärken optimal ein, so erreichen wir gemeinsam mehr.
«Wir leben in Schaan in vielerlei Hinsicht im Paradies.»
Früher oder später kommt die Pension: Auf welches Hobby freuen Sie sich dann am meisten?
In meiner Pension erhoffe ich mir mehr Zeit, um mit meinen Enkelkindern etwas zu unternehmen, und auch öfters an meinen alten Autos zu schrauben. Auch möchte ich noch lange aktiv im Turnverein dabei sein.
Wenn Sie auswandern würden, wohin ginge die Reise?
Allein schon, weil meine Familie und meine Freunde hier sind, kann ich mir nicht vorstellen, auszuwandern. Abgesehen davon leben wir in Schaan in vielerlei Hinsicht im Paradies. Aber ein, zwei Monate pro Jahr in Palm Springs, Kalifornien, zu verbringen, da würde ich nicht nein sagen.
Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, welche wären das?
Erstens, Gesundheit für meine Liebsten und mich. Zweitens, dass es uns in Liechtenstein auch zukünftig so gut geht und drittens natürlich, dass ich in Schaan noch viel bewegen kann.
Welche Persönlichkeit würden Sie gerne kennenlernen?
Bruce Springsteen ist ein Sänger, den ich seit Jahrzehnten gerne höre und der in seinen Liedern gesellschaftskritische Themen transportiert. Er ist in jeder Hinsicht eine Person, die ich gerne kennenlernen würde.
Was erhoffen Sie sich für Ihre Gemeinde?
Ich hoffe, dass wir die gesellschaftlichen Herausforderungen der nächsten Jahre und Jahrzehnte gemeinsam gut meistern. Dafür müssen wir den Zusammenhalt in der Gemeinde generationenübergreifend leben und pflegen.