klar. Auf den Punkt gebracht: «Ich freue mich auf viele interessante Gespräche»
Christoph, wie hast du die Anfrage zu einer Kandidatur für das Schaaner Vorsteheramt auf genommen und aus welchen Gründen hast du dich dafür entschieden?
Christoph Lingg: Die Anfrage kam für mich überraschend. Ich bin grundsätzlich immer offen für Neues und stelle mich gerne neuen Herausforderungen. Daher stand ich auch dieser Anfrage offen gegenüber. Natürlich habe ich mir zunächst Zeit genommen, um zu überlegen, ob ich mich in diesem Amt sehen würde, ob ich den Erwartungen gerecht werden könnte und ob ich wirklich dazu bereit bin.
Nach etlichen Gesprächen mit meiner Frau, meinen Kindern, aber auch mit Vorsteher Daniel Hilti und dem Ortsgruppenvorsitzenden Rudolf Wachter, die mit der Anfrage zu mir gekommen waren, war für mich klar, dass ich zusage.
Die Gründe sind vielfältig. Zum einen war ich schon immer politisch interessiert. In jungen Jahren war ich in der Jugendunion aktiv und durfte ihr vier Jahre als Präsident vorstehen. Von 2009 bis 2015 war ich im Schaaner Gemeinderat und konnte in mehreren Kommissionen mitarbeiten. Meine Erfahrungen aus diesen olitischen Tätigkeiten waren sehr positiv. Insbesondere in der Gemeindepolitik ist es so, dass man die Resultate vieler Entscheidungen zeitnah sieht und dass sie auch langfristig wirken. So ist zum Beispiel vieles aus Konzepten, die wir seinerzeit in der Ortsplanungs-kommission behandelt haben, inzwischen Realität. Es ist ein gutes Gefühl, etwas bewegen zu können. Ich glaube auch, dass ich zahlreiche Voraussetzungen mitbringe, die für einen Vorsteher wichtig sind: Aus meiner beruflichen Tätigkeit sind dies ein breites wirtschaftliches erständnis, Führungserfahrung und die Offenheit, mich auf neue Gegebenheiten und Herausforderungen einzustellen. Denn Veränderungen in sämtlichen Bereichen des Lebens sind immer auch Chancen – und Chancen muss eine Gemeinde erkennen und nutzen. Ausserdem ist
es mir wichtig, zuhören zu können, andere Meinungen ernst zu nehmen und gemeinsam Lösungen zu finden. Mit dem Einbezug aller Be-
troffenen und Parteien hat Daniel Hilti die Gemeinde in den vergangenen 23 Jahren erfolgreich vorangebracht. Daran möchte ich anknüpfen.
Wie hast du die Nominationsversammlung erlebt und welche Rückmeldungen hast du erhalten?
Die Veranstaltung war noch viel besser besucht, als ich zu hoffen gewagt hätte. Beim anschliessen den Apéro konnte ich zahlreiche Gespräche führen, habe viel Zuspruch und positive Rückmeldungen erhalten. Auch an den Tagen nach der Nomination habe ich zahlreiche positive und unterstützende Nachrichten erhalten. Über all das habe ich mich sehr gefreut. Es bestätigt mich darin, dass ich mich richtig entschieden habe. Diesen Rückhalt zu spüren, ist Freude und Motivation zugleich.
Falls die Wahlberechtigten dir kommendes Jahr das Vertrauen aussprechen, trittst du in die Fussstapfen von Daniel Hilti, der das Amt dann 24 Jahre lang ausgeübt hat. Wie wirkt das auf dich?
Zum einen habe ich Respekt. Die Fussstapfen von Daniel Hilti sind sehr gross, das wissen wir alle. Es ist auch klar, dass sein Nachfolger
oder seine Nachfolgerin – wer auch immer es sein sollte – Zeit brauchen wird, um dem voll gerecht zu werden. Ich kenne aber viele Mitarbeitende der Gemeindeverwaltung persönlich und bin überzeugt, dass wir sehr gut zusammenarbeiten würden. Das wäre schon einmal eine gute Voraussetzung für den Start.
Du hast für dich sicher schon grobe Ziele definiert, die du für und mit Schaan gerne erreichen würdest. Kannst du einen ersten
Einblick geben?
Im Grundsatz ist es mir wichtig, die gute Arbeit von Daniel Hilti fortsetzen. Es gibt viele Themen, die wir im Auge behalten müssen. Zum einen ist es wichtig, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weiterhin attraktiv zu gestalten um die Standortqualität für das Schaaner Gewerbe und die Industrie hochzuhalten. Ebenso wichtig ist aber auch die Lebensqualität. Eine starke Wirtschaft geht mit viel Verkehr einher. Somit gilt es, Massnahmen zu ergreifen, um dies mit einer Entlastung der Wohnquartiere und den Anliegen von Natur und Umwelt bestmög-
lich zu vereinbaren. Als Vater und Grossvater liegt mir ausserdem leistbarer Wohnraum für Familien sehr am Herzen. Dort setzt die Gemeinde bereits viele Akzente – und ich würde gerne weitere folgen lassen. Als geselliger Zeitgenosse sind mir ausserdem gesellschaftliche Themen, wie zum Beispiel die Unterstützung der Dorfvereine, sehr wichtig. Das Vereinswesen verbindet die Einwohnerinnen und Einwohner über verschiedene Altersklassen hinweg und ist ein bedeutender Kitt für die Gesellschaft.
Hast du schon Ideen, wie du deine Vorstellungen und Ziele in der Schaaner Bevölkerung bekannt machen möchtest?
Sobald wir die Kandidatinnen und Kandidaten für die nächste Gemeinderatswahl beisammen haben, werden wir ein Wahlprogramm erarbeiten, das die Vorstellungen und Ziele des VU-Teams vorstellt. Auch planen wir von der VU-Ortsgruppe Schaan bis zu den Wahlen im März 2027 verschiedene Veranstaltungen, bei denen die Gelegenheit besteht, das Team und mich kennenzulernen. Wir freuen uns auf viele interessante Gespräche mit den Gästen! Ich freue mich aber auch auf jedes persönliche Gespräch in der Gemeinde – sei es auf der Strasse, in einem Geschäft, bei einer Veranstaltung oder in einer Schaaner Beiz.
Mein Appell: Kommt auf mich zu und stellt mir eure Fragen