Die Jugendunion VU reicht Petition zur Revision des Stipendiengesetzes ein
Politik lebt davon, dass sich junge Menschen einbringen, bestehende Regelungen hinterfragen und eigene Lösungsvorschläge entwickeln. Genau dies hat die Jugendunion mit ihrer Petition getan. Sie greift damit ein Thema auf, das junge Menschen in Ausbildung ganz unmittelbar betrifft.
Die Regierung hat eine Überarbeitung des Stipendiengesetzes bereits angekündigt. Die Jugendunion möchte nun erreichen, dass diese Revision zeitnah angegangen wird und dabei insbesondere jene Probleme berücksichtigt werden, die sich für Betroffene in der Praxis zeigen.
So verweist die Jugendunion unter anderem auf lange Bearbeitungszeiten. Gemäss Regierungsangaben beträgt die durchschnittliche Bearbeitungsdauer eines Stipendienantrags rund zwölf Wochen. Der Jugendunion sind jedoch auch Fälle mit deutlich längeren Wartezeiten bekannt. Gerade für junge Menschen ohne grössere finanzielle Reserven kann dies zum Problem werden.
Ein weiterer Punkt betrifft die Abhängigkeit vom Elternhaus. Bei Antragstellenden unter 25 Jahren wird grundsätzlich die finanzielle Leistungsfähigkeit der Eltern berücksichtigt, selbst wenn diese die Ausbildung tatsächlich nicht unterstützen. Die Jugendunion sieht hier insbesondere bei schwierigen familiären Verhältnissen Handlungsbedarf.
Konkrete Vorschläge auf den Tisch gelegt
Die Jugendunion belässt es nicht bei Kritik, sondern bringt konkrete Vorschläge für die anstehende Revision ein. Gefordert beziehungsweise zur Prüfung vorgeschlagen werden:
- schnellere Bearbeitungszeiten und verbindliche Fristen;
- eine Überprüfung der heutigen Einkommens- und Vermögensgrenzen;
- eine stärkere individuelle Betrachtung volljähriger Antragsteller und als mögliche Alternative ein zinsloses Darlehen bei fehlender Unterstützung durch die Eltern;
- einfachere Antrags- und Berechnungsverfahren;
- ausreichende personelle und technische Ressourcen bei den zuständigen Stellen;
- sowie die Prüfung provisorischer Unterstützungsleistungen bei langen Bearbeitungszeiten.
Dabei geht es der Jugendunion ausdrücklich nicht um eine pauschale Ausweitung staatlicher Leistungen. Ziel ist vielmehr, die vorhandene Unterstützung chancengerechter und effizienter auszugestalten. Gleichzeitig soll die Regierung aufzeigen, wann die angekündigte Gesetzesrevision angegangen wird und in welchem Zeitraum mit einer Vorlage gerechnet werden kann.
Junge Stimmen, konkrete Politik
Die VU freut sich über diesen eigenständigen politischen Impuls ihrer Jugendunion. Die Jugendunion zeigt damit, dass junge Menschen nicht nur mitreden wollen, sondern bereit sind, sich vertieft mit politischen Fragen auseinanderzusetzen und konkrete Lösungsvorschläge einzubringen.
Genau dieses Engagement braucht eine lebendige Partei: eine junge Generation, die ihre Anliegen selbstbewusst einbringt, Verantwortung übernimmt und Politik aktiv mitgestaltet.
Die Petition wird im September-Landtag behandelt. Hier können Sie die vollständige Petition lesen: Link zur Petition