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10.11.2009
Ortsgruppe Planken hat zur Jahresversammlung eingeladen
«Wir bewegen»: Der VU-Slogan der letzten Wahlen passt auf die 400-Seelen-Gemeinde Planken besonders. Die Stühle waren knapp geworden bei der VU-Ortsgruppenversammlung von gestern Abend und es wurde etwas eng am grossen Tisch im Drei-schwesternhaus. Mehr denn je und wohl auch mehr als erwartet, waren der Einladung der Partei gefolgt, um sich über die Arbeit des vergangenen Jahres in Kenntnis setzen zu lassen.

Ortsgruppenvorsitzender Markus Kolzoff, er amtet dazu noch als Vermittler in Planken, begrüsste die Parteifreunde und bat Gemeinderat Horst Meier um eine Zusammenfassung der Gemeinderatsarbeit der vergangenen Monate. Der grosse Erfolg bei den Gemeinderatswahlen vor drei Jahren sei sehr motivierend gewesen, sagte Horst Meier. Die Ortsgruppe habe sich neu formiert und einen Vorstand konstituiert, der seither stetig bemüht sei, «die Leute zusammenzubringen». Gelungen sei dies beim diesjährigen Sommerevent auf hervorragende Weise. Auch die Weihnachtsaktion der VU-Planken, bei der alle Einwohner über 65 Jahre beschenkt werden, sei bei der Bevölkerung gut angekommen, ebenso wie die Weihnachtskarten mit guten Wünschen, die an alle Haushalte der Gemeinde verschickt werden.
 
Dezidiert lobte Horst Meier die Arbeit des Vorstehers Rainer Beck, «die in der Bevölkerung sehr geschätzt wird», und damit für ein gutes Klima in der Gemeinde sorgen würde. Er wies noch auf die Vermittlerwahlen vom kommenden Jahr hin und darauf, dass bei der nächsten Versammlung die Kandidaten für die Gemeinderatswahl nominiert werden sollen. Mit Blick auf Adolf Heeb sagte der VU-Gemeinderat weiters: «Ich hoffe, dass die Unstimmigkeiten an der Parteispitze beigelegt worden sind, damit wir an der Basis weiterhin unsere Arbeit mit derselben Überzeugung wie bisher leisten können.»

«Wir machen halt was»
Rainer Beck, Vorsteher von Planken, berichtete über die Finanzen der Ortsgruppe – finanziell steht sie auf soliden Beinen und hat nicht mehr ausgegeben, als eingenommen worden ist – und von seiner kommunalpolitischen Arbeit. 154 Traktanden seien in den vergangenen 12 Monaten vom Plankner Gemeinderat behandelt worden. Bei der überwiegenden Anzahl von Anregungen sei der Rat einstimmig dafür gewesen. Nur eines sei zurückgestellt worden. Qualität und konstruktive Zusammenarbeit würde das bedeuten, sagte Rainer Beck.
Die Liste der Projekte, die in diesem Jahr abgeschlossen werden konnten oder kurz vor dem Abschluss stehen, ist derart lang, dass Rainer Beck Mühe hatte, die ihm zugebilligte Sprechzeit nicht zu sehr zu überschreiten. Ein eigener Friedhof für das Dorf, ein neu gestalteter Dorfplatz, ein hervorragender Plan, wie man beim «Dauerbrenner Saroja» möglichst kostengünstig zu einem optimalen Ergebnis kommen kann und ein gepflegter Waldrand sind nur einige Beispiele seiner erfolgreichen Gemeindeführung. Das neue Corporate Design der Gemeinde wird dafür sorgen, dass die Bevölkerung den kommunalen Jahresbericht künftig schon im März statt wie bis anhin erst im August lesen wird können. Informativ wird auch das Familienbuch sein, das im Dezember des kommenden Jahres herausgegeben werden soll, wie Rainer Beck sagte. Das Lob seiner Parteikollegen kommentierte er mit einem bescheidenen «Wir machen halt was».

Beispielhafte Arbeit
Diana Hilti, VU-Abgeordnete aus Planken, gab Einblick in ihre Landtagsarbeit. Die Novembersession, sagte sie, werde einige intensive Diskussionen bringen. Mobilfunk, Bildung und die Initiative zur Abänderung des Gemeindegesetzes nannte Diana Hilti als die grössten Herausforderungen der kommenden Monate. Regierungsrat Hugo Quaderer stimmte der Abgeordneten zu. Auch er findet, dass die Bildungslandschaft ein wenig frischen Wind vertragen kann. Zurzeit sei die Regierung mit dem Haushaltsplan und der Asylantenwelle – mittlerweile liegen 193 Asylgesuche vor – recht gefordert.

Parteipräsident Adolf Heeb richtete das Schlusswort an die Versammlung, wobei er die hervorragende Arbeit der Ortsgruppe Planken unter der Führung von Rainer Beck lobte: «Sie ist beispielhaft für andere Gemeinden», sagte er. Zu den Auseinandersetzungen an der Parteispitze bemerkte Adolf Heeb: «Wir wollen künftig sinnvoll zusammenarbeiten und Meinungsverschiedenheiten ad acta legen.» Helfen sollen dabei Gespräche mit Peter Wolff als Mediator, von denen heute das zweite ansteht.
Probleme, die in der Ortsgruppe Planken unbekannt sind: die gute Stimmung bei der Versammlung und der freundschaftliche Umgang der Mitglieder zeugen von Einigkeit und Harmonie.
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